NACHTFRAGEN

Nichts bleibt, es war nur da.

An manchen Tagen in den Tag hinein gelebt

doch warum nicht an vielen?

In manchen Nächten in den Tag geträumt

vielleicht sogar an viel zu vielen?

 

Nichts bleibt, es war nur da.

Es bleibt: das Nichts, was es auch immer sei und war

mal Freund, mal Feind der Nächte, die ein Leben waren

verhüllt, verborgen wie Atlantis – lebenslang.

 

Sommernacht-Bilder im Mai

und wie vielleicht das tiefe Rot im See versinkt

Sieh, wie im Sommergelb mit dir der Sommer schreitet

und wie vielleicht ein tiefes Rot im See versinkt?

Schau nur: wie im späten Abend-Blau der Tag entgleitet

und wie vielleicht ein Kind am Wasser eigne Lieder singt…

FILMNACHT VOR SCHNEE

Am off’nen Fenster blieb ich lange stehn

vor bitter-kalter Schneenacht-Stille

und sah, so schien es mir, in kaum verblasste

unvergess’ne Bilder-Welten

geraffte Zeitfrequenzen – stumm beredt

schneenacht-gemäß gefügt und fort sofort

Vielleicht, dass sie in Träumen einmal wiederkehren…

NachtAugenblick

Schau, wie beim Blick

in unverschämtes Rot der nahen Nacht

sich kinderleicht Kristall

auf schneebedeckte Dächer legen will

***

Parksekunde

So geh auch du, um stehenbleiben zu können, und zu schauen, ob der Weg weitergeht?

Um im Augenblicks-Rund das Entdeckte als InBild des Weiter-So aufzubewahren.

(Für die Frauen im Park…)

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